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Donnerstag, 11 Mär 2010
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Kleines Bier ABC

Untergärige und obergärige Biere, was ist das?

Bier ist ein Getränk, das durch alkoholische Gärung aus Hopfen, Hefe, Malz und Wasser entsteht. Für  untergärige Biere darf nur Gerstenmalz, für obergärige darf auch Weizenmalz verwendet werden.

Das Reinheitsgebot ist die älteste lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt. Von Herzog Wilhelm IV. von Bayern erlassen. Sie besagt, das Bier ausschließlich aus Gerste, Hopfen und Wasser  gebraut werden darf.  Heute wird zusätzlich Hefe genannt, ein Rohstoff, den man damals noch nicht kannte.  Man verließ sich auf die Hefen, die in der Luft waren.

 

Bierarten:

Die Biere lassen sich grob in untergärige und obergärige Bierarten unterteilen. Bei obergärigen Bieren setzt sich die Hefe nach der Gärung an der Oberfläche, bei untergärigen am Boden ab.

Grundbestandteile des Bieres sind Gerste oder Weizen und Hopfen.

Der Hopfen gibt dem Bier den typisch herben Geschmack, erhöht die Haltbarkeit und verhilft der Blume (=Schaum) zu mehr Standfestigkeit.

Um Gerste und Weizen zum Brauen zu verwenden , werden sie in Braumalz umgewandelt. Die Körner werden zum Keimen gebracht  und dann auf der Darre getrocknet.

Die aus dem Malz herausgewaschenen löslichen Bestandteile werden zusammen mit dem Hopfen in der Würzepfanne gekocht (Maische). Die Maische entsteht durch Mischen des Malzschrotes mit Wasser.Durch das Kochen  wird Keimfreiheit erzielt und durch Einkochen (Verdunstung des Wassers) der vorgesehene Stammwürzegehalt erreicht.

Nach Beendigung des Maischvorganges werden die im Wasser gelösten Extraktteile im Läuterbottich von den  Trebern getrennt.

Was ist ein Treber? Als Treber bezeichnet man Malzrückstände (Spelzen), die nach Abfließen der Würze im Läuterbottich verbleiben. Diese werden als Futter in der Viehhaltung verwendet.

Der Stammwürzegehalt ist die Menge der aus dem Malz gelösten Stoffe in der unvergorenen Würze. Das sind im einzelnen Malzzucker, Eiweisstoffe, Vitamine, Aroma- und Mineralstoffe. Aus der Stammwürze bilden sich durch Vergärung ca. 1/3 Alkohol, 1/3 Kohlensäure und 1/3 Restextrakt.

Durch Zugabe der Hefe wird die Bierwürze in Gärung gebracht. Beim Gären verwandelt die Hefe Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure. Obergärige Hefe setzt sich nach Beendigung des Gärvorgangs nach oben ab, untergärige Hefe unten.

BIERSORTEN:

 

Die meistgetrukenen Biersorten sind in Bayern Helles, Weizenbier, Export und Pils.

UNTERGÄRIGE BIERARTEN:

  • Helles

  • Pils

  • Export

  • Schwarzbier

  • Lagerbier

  • Bockbier

  • Diätbier

OBERGÄRIGE BIERARTEN:

  • Alt

  • Kölsch

  • Weizenbier

  • Berliner Weisse

  • Malztrunk


BIERSORTEN:

ALT: Ein aus Gerstenmalz hergestelltes dunkles, obergäriges Vollbier.


PILS: Sortenbezeichnung für  helles, untergäriges Vollbier, mit meist kräftigen  Hopfengeschmack.


EXPORT: Helles untergäriges Vollbier. Weniger herb als Pils.


BOCK: Ein aus Gerstenmalz hergestelltes Starkbier mit mind. 16% Stammwürze. Es gibt helle und dunkle Bockbiere.


DOPPELBOCK: Ist ein extra starkes Bier, mind. 18% Stammwürze (ca. 5,7% Alkoholgehalt)


KÖLSCH: Ein aus Gerstenmalz hergestelltes helles, obergäriges Vollbier, ohne den Hopfencharakter besonders zu betonen. Es darf nur in Köln und Umgebung  gebraut werden.


WEIZENBIER: Ein aus Gersten- und  Weizenmalz hergestelltes obergäriges  Vollbier, als helles und dunkles, filtriert und unfiltriert. Bei unfiltrierten Weissbieren ist die Hefe mit dem Bier vermischt, d.h. beim Einschenken ist das Bier trüb. (Beispiel: Erl Bügelweizen, Erdinger Urweisse) Bei filtrierten Weissbieren setzt sich die Hefe am Boden der Flasche ab und muss beim Einschenken am Ende aufgeschüttelt und eingegossen werden. (Beispiel: Erdinger, Röhrl )


WEISSE: Ein aus Gerstenmalz hergestelltes obergäriges, mit Hefe und Milchbakterien vergorenes, säuerliches Schankbier.


MALZTRUNK: Ein obergärig gebrautes, braunschwarzes Bier. Der Alkoholgehalt des Malztrunks liegt unter 0,5%.



MAIBOCK: Ist ein kräftig gefärbtes Starkbier, das im Monat Mai ausgeschenkt wird.


Kaloriengehalt:

Bier hat pro Liter, je nach Sorte 430 kcal. Im Vergleich liegt Limonade/Coca-Cola  bei 420 kcal pro Liter, Apfelsaft bei   460 kcal pro Liter und Traubensaft sogar bei  670 kcal pro Liter.


Trinktemperatur:

Die ideale Trinktemperatur liegt zwischen sieben und neun Grad Celsius. Bier sollte weder zu rasch erwärmt noch abgekühlt werden.  Das würde den Geschmack beeinträchtigen. Heißes Wasser und Tiefkühltruhe sind tabu!


Lagerung:

Flaschenbier sollte man vor Sonnenlicht schützen, denn  grelles Licht beeinträchtigt den Geschmack! Biergläser müssen absolut fettfrei sein. Fett zerstört den Schaum und läßt das Bier schal werden (die Kohlensäure entweicht zu schnell). Die Gläser sorgfältig mit klarem Wasser spülen und nicht mit einem Küchenhandtuch trocknen. Rund 75% des in Deutschland getrunkenen Bieres kommt in Flaschen und Dosen auf den Markt. Nur ca. 1/4 des Bierausstoßes (= die Biermenge, die insgesamt von einer Brauerei gebraut wird.) wird in Fässer abgefüllt.

 

 

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